Humanoide Roboterforschung auf zwei Beinen aus Italien

Humanoider Roboter aus ItalienFür einen Roboter ist jeder Schritt nur ein kleiner Schritt, doch für die Forscher ist jeder gelungener Schritt ein riesiger Schritt in Richtung eines neuen humanoiden Roboters der sich auf zwei Beinen fortbewegen kann. Einen dieser großen Forschungsschritte vollführen zurzeit Forscher in Italien, die im EU Projekt AMARS an den Grundlagen der Fortbewegung von humanoiden Robotern tüfteln.

OK, der Roboter aus Italien wird nicht gerade den nächsten Designwettbewerb gewinnen. Doch Forschung ist seit je her eher praktisch anstatt optisch ausgelegt. Dies sieht man auch dem Prototypen eines humanoiden Roboters aus Italien an. Bis auf die Beine und die Taille, existiert von dem Roboter noch nichts weiter. Für die Forscher sind diese Bestandteile jedoch vollkommen ausreichend. Schließlich wollen sie zuerst die Möglichkeiten erforschen, wie sich ein humanoider Roboter überhaupt fortbewegen kann.

Hierfür setzen sie auf eine Konstruktion die 17 Freiheitsgrade zulässt. Darunter versteht man jegliche Bewegung von miteinander verbundenen Bauteilen in eine beliebige oder bestimmte Richtung. Sechs aktive und ein passiver Freiheitsgrad findet man in jeweils einem Bein. Die restlichen drei aktiven Freiheitsgrade sind Bestandteil der Taille, mit dem der Roboter bereits einen kleinen Hüftschwung hinlegen kann. Darüber hinaus verfügt der Roboter über mehrere Sensoren, mit denen verschiedene Messungen vorgenommen werden können.

Gesteuert wird der Roboter über einen Intel Core 2 Duo mit 1,5 GHZ und 3 Gigabyte RAM. Als Betriebssystem setzten die Forscher aus Italien auf ein 32bit Linux System. Gekoppelt ist der Roboter mit dem Computer über ein Echtzeit Protokoll mit dem Namen „RTnet“.

Die ersten Gehversuche des Roboters sieht man im nachfolgenden Video. In diesem ist auch sehr gut zu erkennen, wie die verschiedenen Bauteile zu dem ersten Teil des humanoiden Roboters zusammen gebaut wurden. Denn die technischen Anforderungen an solche Roboter stellen für viele Forscher immer noch eine große Hürde dar. Einzig der Roboter von Honda scheint derzeit einen Großteil der Spezifikationen zu erfüllen, die man sich bei einem humanoiden Roboter vorstellt.

Links: www.iit.it via plasticpals.com

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Autor: Ronny Siegel

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