Schwarmroboter – jetzt können sie auch buchstabieren

Schwarmroboter buchstabieren wort grits

Schwarmroboter buchstabieren wort gritsNoch vor wenigen Jahren hörte man sehr wenig von Begriffen wie Schwarmintelligenz oder Schwarmverhalten. In der Zwischenzeit rücken diese Begriffe aber immer mehr in das Sichtfeld der Wissenschaftler. Mit dem Studium von Bienenvölkern begann es. Heute weiß man, auch Menschen verhalten sich unter gewissen Umständen wie ein Schwarm. Doch erst durch den Einzug in die Robotik, erkennen die Wissenschaftler, welche Vorteile ein Schwarmverhalten mit sich bringen kann. Experimente in diesem Bereich führen die Forscher der Georgia Tech in den USA durch. Sie möchten damit unter anderem die Auswirkungen des Klimawandels in der Antarktis erforschen.

Die Antarktis, der siebente Kontinent, ist eines der für den Menschen lebensfeindlichsten Gebiete auf unserem Planeten. Trotzdem sind die Veränderungen in der Antarktis nicht zu verachten. Zumal man bereits heute weiß, wenn ein Großteil des antarktischen Eises tatsächlich schmelzen sollte, weite Landstriche sämtlicher anderer Kontinente unter Wasser verschwinden würden. Um jedoch zu erfahren, was da genau in der Antarktis geschieht, könnte sich der Einsatz von sogenannten Schwarmrobotern lohnen. Dabei handelt es sich um Roboter, die ihre Stärke nur durch ein Kollektiv erhalten.

Ein Beispiel. Wenn man von diesen Robotern mehrere in der Antarktis einsetzen und diesen Robotern die Aufgabe übertragen würde, Messungen in der Antarktis durchzuführen, könnte dies wie folgt ablaufen. Tausende kleine dieser Roboter würden die Antarktis regelmäßig durchkämmen. Sobald ein Roboter eine Unregelmäßigkeit feststellt, signalisiert er dies den anderen Robotern. Die Roboter, die sich in der näheren Umgebung befinden, würden sich anschließend um den einen Roboter sammeln. Durch den Zusammenschluss der Roboter können dann die eigentlichen Messungen erfolgen, indem man Rechenleistung miteinander verbindet.

Wie die Kommunikation unter den Robotern erfolgen könnte, zeigten jetzt die Wissenschaftler der Georgia Tech in einem Video. In diesem mussten Schwarmroboter das Wort „GRITS“, hinter dem sich die Robotikforschung der Georgia Tech verbirgt, buchstabieren indem sie es optisch  Buchstabe für Buchstabe nachstellten. Zusätzlich begannen die Wissenschaftler auch damit, das Verhalten des Schwarms von außen zu stören. Damit will man herausfinden, wie sich der Schwarm bei äußeren Störungen, wie zum Beispiel den Ausfall einiger Schwarmroboter, verhalten würde.

Links: http://gritslab.ece.gatech.edu via www.engadget.com

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