Menschen die nicht sprechen können, haben in unserer Gesellschaft ein Problem. Nur mit Händen und Füßen kann man sich mit diesen Verständigen, ohne dabei auf Nuancen der Stimme achten zu können. Bei Robotern ist dieses Problem derzeit noch nicht vorhanden. Man sagt ihnen, per Befehlcode, was sie zu machen haben und dann gehorchen sie. Meistens zu mindestens. Doch wenn man zukünftig Roboter nicht nur von Technikern, Wissenschaftlern und Ingenieuren bedienen lassen möchte, ist es wichtig, dass diese die menschliche Sprache lernen können. Schließlich will die Wissenschaft irgendwann einen Roboter, der sich mit einem Menschen wie ein Mensch unterhalten kann.
Das Unternehmen „Willow Garage“ hat mit ihrem Roboter PR2 schon ein kleines Wunderwerk fabriziert. Auf jeden Fall ist der lustig aussehende Roboter, mit menschlichen Eigenschaften, im Bewusstsein der Medien angekommen. Zurzeit befinden sich mehrere dieser Roboter an verschiedenen Universitäten, verteilt auf unserem Globus. Dort bringen Wissenschaftler dem Roboter neue Fertigkeiten bei und teilen diese Erfahrungen mit den anderen Universitäten. Der Schneeballeffekt der durch dieses Teilen von Wissen entsteht ist gerade bei dem Roboter PR2 enorm.
Roboter PR2 lernt lesen – Aber wie?
Die Forscher an der Penn, die Universität of Pennsylvania, haben jetzt damit begonnen, dem Roboter PR2 das Lesen beizubringen. Der Roboter lernt hierzu das Lesen, wie man es auch von Schulanfängern kennt. Die Wissenschaftler lassen den Roboter derzeit alle mögliche Dinge lesen, die der Roboter irgendwo findet. Dazu ist es jedoch wichtig, dass der Roboter erst einmal erkennt, wo sich diese Texte überhaupt befinden. Hierfür scannt der Roboter seine Umgebung immer wieder nach neuen Worten ab, die er anschließend versucht zu entziffern. Anschließend wird kontrolliert, ob das vorgelesene Wort richtig oder falsch identifiziert wurde.
Eine weltweite Datenbank mit diesem Wissen für Alle
Die Wissenschaftler haben bereits angekündigt dieses Wissen in einer Datenbank zusammen zu fassen und auch anderen Forschungsgruppen zur Verfügung zu stellen. Man möchte damit auf die positiven Erfahrungen setzen, die man bereits mit anderen Projekten sammeln konnte. Denn wie man bei vergleichbaren Projekten, wie der Übersetzerdatenbank von Google sieht, kann eine solche Form des Austausches in wenigen Jahren zu Ergebnissen führen, an die man heute noch nicht zu denken wagt. Ein Roboter der sich mit einem Menschen ordentlich unterhalten kann, wäre somit in wenigen Jahren nicht abwegig. Alternativ könnte man damit aber auch neue Übersetzer oder Vorlesegeräte herstellen, bei denen eine Kamera einen Text erfasst und dieser anschließend vorgelesen oder sogar übersetzt wird.
Quellen: www.ros.org via spectrum.ieee.org and www.physorg.com

