17. April 2016 auf der Plaza de la Cebada in Madrid. In der Cafeteria Lorena haben sich ein paar Gangster verschanzt. Mit schwerer Munition bewaffnet halten sie siebzehn Geiseln in ihren Händen. Ihre Forderung: eine Million Lösegeld. Die spanische Eliteeinheit, die Grupo Especial de Operaciones (kurz GEO), befinden sich unterdessen verteilt rund um das Gebäude. Einer der Polizisten rollt eine kleine Kugel in eine Öffnung, mitten in die Cafeteria. Diese unscheinbare Kugel klappt kurz darauf sechs Beine auseinander und sendet fortan Bilder nach draußen. Die Lage scheint ernst. Ein Teil der Geiseln liegen verwundet auf den Boden. Man berät die nächsten Schritte.
Ein Kugelroboter mutiert zu einem Hexapod
Es klingt wie Science Fiction: Doch wie bei vielen Robotern, die dieser Tage neu auftauchen, ist die Vision nicht mehr weit entfernt. Der Norweger Kåre Halvorsen zeigte vor wenigen Tagen einen Kugelroboter, der ein bisschen an die Kampfdroiden aus den Star Wars Filmen erinnert. Der Roboter ist eine Kugel, der eine Seite der Kugel in sechs Beine verwandeln kann. Hierfür ist die eine Seite des Roboters in sechs Segmente unterteilt. Diese Segmente kann der Roboter nach außen aufklappen und anschließend als Beine verwenden. Aus dem Kugelroboter wird somit ein Hexapod.
Der Konstrukteur Kåre Halvorsen, ein Roboterfan
Kåre Halvorsen stammt aus Norwegen. Dort ist er als beratender Ingenieur für das Unternehmen Assistive Technology Centre for Rogaland tätig. Schon als kleiner Junge war er von Roboter jeglicher Art begeistert. Seit 2006 bastelt er an einen eigenen Hexapod. Bei seinen Robotern lässt er sich gerne von der Natur und im Besonderen von Insekten inspirieren. Auf seiner Webseite weist er explizit auf diese Verbindung hin, was jedoch nicht erklärt, warum es sich bei diesem Hexapod um einen Kugelroboter handelt.
Der Hexapod befindet sich aber noch im Entwicklungsstadium. Denn das in der Einleitung beschriebene Rollen, funktioniert mit dem Roboter noch nicht. Derzeit muss der Roboter mit der richtigen Seite auf den Boden gestellt werden, damit dieser sich in einen Hexapod verwandeln kann. Würde der Roboter aber zusätzlich über einen internen Kreisel verfügen, könnte er damit auch herausfinden, ob er auf der richtigen Seite steht oder sich noch drehen muss.
Quellen: http://robot-kits.org/ via http://robots.net, www.engadget.com

