Kurzfilm: Haushaltsroboter Chorebot geht mit Hund Gassi

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“Ihr Morgenkaffe, Sir!”, mit einer leicht depressiven Stimme stellt der Roboter den Kaffee auf den Tisch. Anschließend begibt er sich zurück zu seiner Ladestation. Wir befinden uns in der Zukunft, einer Zukunft in denen die Häuser an Tetrisbausteine erinnern und in der wir uns von Robotern umsorgen lassen. Roboter bedienen uns von morgens früh bis spät in den Abend. Und dies Tag für Tag, in einer Welt voller Routinen. Roboter sind eine willkommene Hilfe, wenn man den alltäglichen Trott meistern möchte. Vorausgesetzt es kommt nichts dazwischen, wie zum Beispiel ein Unfall mit einem Robotermüllfahrzeug.

Der Kurzfilm “Chorebot” handelt von einem solchen Haushaltsroboter. Ignoriert und geduldet vollzieht der Roboter jeden Tag denselben Tagesablauf. Zuerst kocht er Kaffee, anschließend geht er mit dem Hund nach draußen spielen und danach sorgt er in der Wohnung für Ordnung. Kommt sein Inhaber am Abend nach Hause ist die Wohnung blitz blank sauber und der Hund versorgt. Alle scheinen zufrieden, bis auf den Hund. Dieser würde gerne mit seinem Herrchen öfters spielen. Aber der ist nur mit seinen Tablet PC beschäftigt. Sehnsüchtig blickt der Hund in solchen Momenten in Richtung des Roboters, scheinbar der Einzige der sich wirklich für ihn interessiert.

Der wiederkehrende Tagesablauf dieser kleinen Wohngemeinde könnte noch jahrelang so weiter gehen. Wenn da nicht das Robotermüllauto in Kombination mit der Sorglosigkeit des Herrchens wäre. Irgendwann geschieht was geschehen muss. Das Müllauto entsorgt versehntlich den Menschen und lässt Roboter und Hund alleine zurück. Doch weder der Roboter noch der Hund bemerken den Verlust. Täglich wiederholen sie dieselbe Prozedur und leben ihr Leben. Bis zu dem Tag an dem auch diese Beziehung scheinbar auseinander gerissen wird.

Die Idee zu dem Film entstand an einem Morgen bei einem Kaffee

Der Kurzfilm “Chorebot” stammt von Greg Omelchuck. In Zusammenarbeit mit MoontowerVFX wurde der Film im letzten Jahr auf dem Robot Film Festival vorgeführt. Der Film gewann einen der vielen Preise im Bereich “Ethics & Impact”. In dieser Kategorie wurde die Beziehung zwischen Mensch und Maschine bewertet. Der Film erhielt unter anderem diesen Preis, da er auch unseren Umgang mit neuer Technologie wiederspiegelt. Vergleiche können hierzu bedenkenlos mit dem Dauerkonsum über das Internet mit Hilfe von iPhones, Smartphones und anderen Geräten gezogen werden. in dem folgenden Video kommt der Regisseur Greg Omelchuck kurz zu Wort und erklärt wie er auf die Idee des Films kam. Anschließend, ab der zweiten Minute, startet der Film “Chorebot”.

http://robotfilmfestival.com

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