Südkorea: Roboter soll in Gefängnissen für Ruhe sorgen

Roboter als Gefängniswärter in Südkorea

Südkorea Seoul – Staatsgefängnis für Schwerverbrecher: Es ist 5 Uhr am Morgen. Ein leichtes Summen ist in den Gängen zu hören. Chijang, ein verurteilter Mörder, ist von diesem Summen verwirrt. Erwartungsvoll beobachtet er seine Gittertür, die ihm einen freien Blick auf dem vorliegenden Gang ermöglicht. Das Summen wird langsam lauter, Wenige Sekunden später blickt er auf ein paar blau blickende Lichter. Eine Stimme befiehlt: „Gefangener B 35 64, erheben Sie sich und treten Sie an das Gitter heran.“ Den Mittelfinger zeigend bleibt Chijang auf seiner Pritsche liegen, Er lacht, während ein kleines Gerät aus dem seitlichen Roboter herausfährt. Kurze Zeit später windet sich Chijang am Boden, niedergestreckt von 50.000 Volt. Gerade erlebte er die Zukunft der Gefängniswärter, einen Roboter

Vor wenigen Monaten berichteten wir bereits über einen neuen Roboter, der in Südkorea in den Gefängnissen Patrouille gehen soll. In der Zwischenzeit veröffentlichte Reuters ein Video, in dem der Roboter erstmalig zu sehen ist. Von den optischen Vorstellungen, die Anfang des Jahres noch durch die Presse schwirrten, blieb dabei nicht mehr viel übrig. Das neue Design ist funktioneller Natur und soll in erste Linie die Wärter bei ihrer Arbeit unterstützen.

Der Roboter besitzt eine 3D Kamera und kann selbständig patrouillieren

Hört man sich die Stimmen aus Südkorea an, dann vernimmt man immer wieder, die Zukunft dieser Roboter diene alleine dazu die Sicherheit der Gefangenen zu verbessern und schneller reagieren zu können, wenn das Leben der Gefangenen gefährdet sei. Zudem möchte man durch die Roboter die Arbeitsbelastung der Wärter verringern, da diese zukünftig nicht mehr auf Patrouille gehen müssten. Der Roboter-Wärter ist hierfür mit einer 3D Kamera ausgerüstet und verfügt über eine Software, mit welcher dieser automatisch bestimmte gefährliche Situationen erkennen kann. Sobald der Roboter eine dieser Gefahren sieht, teilt er dies der Gefängniszentrale mit, welche anschließend reagieren kann.

Leibesvisitationen durch den Roboter sind in Zukunft nicht ausgeschlossen

Neben dieser Beobachtungsfunktion sollen die Wärter zukünftig aber auch mit den Gefangenen kommunizieren können. Gerade bei gefährlichen Inhaftierten erhofft man sich damit eine verbesserte Sicherheit für die Gefängniswärter. Zukünftig könnte man sich aber auch vorstellen, dass der Roboter an den Gefangenen Leibesvisitationen durchführt. Jedoch sind dazu noch viele ethische Hürden zu überwinden. Realistischer ist dagegen der Einsatz eines Elektroschockers durch den Roboter, der Gefangene ruhig stellen könnte, wenn diese gewalttätig werden.

Quelle: Reuters.com

Ein Gedanke zu „Südkorea: Roboter soll in Gefängnissen für Ruhe sorgen

  1. Heiko Weckbrodt

    Hmmm, “noch viele ethische Hürden zu überwinden”, ist wohl eher eine vorsichtige Formulierung. Da hat wohl jemand zu viel “Robocop” geguckt (wo bleibt eigentlich die passende Musik???). Abgesehen davon sieht mir das Teil recht wacklig aus – ein ordentlicher Tritt – und es hat sich ausgewächtert ;-)

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