Roboterkopf Flobi reagiert emotional auf Menschen

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Der Roboterkopf Flobi von der Universität Bielefeld
Der anthropomorphe Roboterkopf „Flobi“ soll zukünftig mit Menschen interagieren und von diesen, zum Beispiel als Lehrer, akzeptiert werden. „Flobi“ verfügt hierfür über verschiedene Möglichkeiten, menschliche Emotionen nachzustellen. Die Wissenschaftler der Universität Bielefeld präsentierten auf der Automatica 2012 in München die neusten Verbesserungen an dem Roboter und berichteten welche Lösungen sie dabei fanden.

Bereits vor knapp zwei Jahren tauchte der Roboter „Flobi“ erstmalig bei uns auf. Damals spekulierten wir, wie lange es noch dauern würde, bis wir einen Roboter a la „Data“ aus Raumschiff Enterprise hätten. In den letzten zwei Jahren tüftelten die Forscher der Universität Bielefeld daran, wie sie die Emotionen und Gesichtsbewegungen des Roboters weiter verbessern können. Eines der Hauptprobleme, auf welches die Wissenschaftler dabei stießen, war die Steuerung der einzelnen Elemente des Roboterkopfes von „Flobi“.

Die Steuerung der Augenbraunen von Flobi erfolgt mit Federn und Seilwinden

Im Besondern betraf dies die Augenbraunen, ein wichtiger Bestandteil des Gesichtes, über den man Emotionen darstellen kann. Diese bewegten sich bei der alten Version von „Flobi“ über Motoren nur sehr langsam und reagierten deswegen auch nur zögerlich auf äußere Einflüsse. Mit der neuen Steuerung, die aus Seilwinden und Federn besteht, erreichte man eine schnellere Bewegung. Damit kann der Roboter nun auch seinem menschlichen Gegenüber signalisieren was er digital denkt.

Der Augenaufschlag von Flobi, programmiert per Motion Capture

Zudem verbesserten die Wissenschaftler den Aufschlag der Augenlider, der jetzt dem eines Menschen entspricht. Hierzu griffen die Wissenschaftler auf eine simple Lösung aus der Filmbranche zurück, das Motion Capture Verfahren. Mit diesem erfassten sie den Augenaufschlag eines Menschen und übertrugen diesen auf den Roboter.

Die Lippen von Flobi werden mit Magneten und Federn bewegt

Wie man im Video erfährt, arbeitet man derzeit in Bielefeld daran, die Lippenbewegungen weiter zu verbessern. Problematisch ist bisher, dass diese sich noch nicht synchron bewegen. Mit der neuen Steuerung, bestehend aus einer Feder und drei Magneten, will man das Problem lösen. Dann könnte „Flobi“ sich mit Menschen unterhalten, so dass diese meinen, der Roboter spräche wirklich zu ihnen.

weitere Infos unter: Universität Bielefeld

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