Robot Justin: hilfreich im Weltraum und im Haushalt

Roboter DLR Justin

Was haben der Weltraum und ein Haushalt gemeinsam? Ganz klar: Für beide Umgebungen wurde der Roboter Justin gemacht. So kommt es, dass dieser Humanoid sowohl Kaffee kochen, als auch Bälle fangen und Satelliten reparieren kann. Doch woher kommt die eigenartige Kombination der beiden Wirkungsbereiche?

Die Entwickler: Das DLR

Erdacht und gebaut wurde Justin vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Das DLR ist ein Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland und ist eingebunden in nationale und internationale Kooperationen. Mit einem Teil seiner circa 8.000 Mitarbeitern arbeitet es bereits seit einigen Jahren an der Entwicklung des Roboters Justin und hat der Öffentlichkeit in dieser Zeit verschiedene Versionen dieses Humanoiden vorgestellt.

Die Grundbausteine des Roboters Justin

Bei allen Variationen der unterschiedlichen Justin-Typen bleiben einige Grundelemente gleich. So hat der Roboter immer zwei Leichtbauarme, an denen zwei Vierfingerhände befestigt sind. Mit diesen kann der Roboter bspw. einen Pappbecher greifen, ohne ihn zu zerstören. Außerdem hat er einen Kopf, in dem zwei hochauflösende Stereokameras und Bewegungsdetektions-Sensoren verbaut sind, sodass sich Roboter Justin auch in unbekannter und komplizierter Umgebung gut zurecht finden kann. Der Kopf und die Arme sind an einem Torso befestigt, der je nach Version auf unterschiedlichen Unterbauten aufgebaut ist.

Rollin´ oder doch lieber Agile Justin?

Es gibt Roboter Justin somit in verschiedenen Versionen. Zum einen ist da Rollin´ Justin, der auch im Video zu sehen ist. Mit seinen vier Rädern, die unabhängig voneinander angetrieben werden können, bewegt er sich rollend vorwärts. Sein jüngerer Bruder trägt den Namen “Agile Justin” und steht bereits auf eigenen Beinen: Zwei Roboter-Beine stützen den Rumpf mit dem Kopf und den Armen. Mit diesen bewegt er sich mehr oder weniger elegant vorwärts.

Was Robot Justin kann

Mit seinen Leichtbauarmen und den Vierfinderhänden ist es dem Roboter möglich verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Zum einen kann der Roboter Bälle fangen, indem er deren Flugbahn unter Zuhilfenahme seiner Kameras und Bewegungssensoren berechnet. Seine Fangquote liegt dabei bei rund 80 Prozent. Außerdem ist er gemacht um in einem menschlichen Umfeld zu agieren. Somit kann er mit Menschen kooperieren, da nur so die Lösung mancher Aufgaben möglich ist. Hier kommt seine autonome Planungsfähigkeit zum Einsatz.

Kontrollierbar durch ein Exoskellet

Eines der Ziele des DLR, das sie mit Robot Justin erreichen wollen, ist die Arbeit im Weltraum. Dort soll er beispielsweise defekte Satelliten wieder funktionstüchtig machen. Um das zu ermöglichen, soll Justin durch ein Exoskellet kontrollierbar sein. D.h. wenn ein Mensch auf der Erde eine Bewegung in diesem Exoskellet ausführt, wird Roboter Justin diese im Weltall exakt nachahmen. So können Satelliten einfacher repariert werden.

Gefühl und Kooperation für den Haushalt und den Weltraum

Um zu diesem Ziel zu kommen ist es aber nötig dem Roboter besonderes Fingerspitzengefühl und Kooperationsfähigkeit mit Menschen beizubringen. Deshalb schulen die Forscher ihn zunächst auch in einfachen Haushaltsaufgaben wie Kaffeekochen. Daher kommt also die eigenartike Kombination der beiden Wirkungsbereiche.

Quellen und Links

http://www.dlr.de/rm/en/desktopdefault.aspx/tabid-5471/
en.wikipedia.org/wiki/Justin_(robot)
gizmag.com/dlr-humanoid-robot-toro/28118/
dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx

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