ATRIAS ist nicht aus der Bahn zu werfen

Roboterärgern auf höchstem Niveau: ATRIAS wird wild mit Basketbällen traktiert.

Jonathan Hurst hat gemeinsam mit seinem Team am Dynamic Robotics Laboratory der Oregon State University, USA, einen großen Schluck aus der Ideenpulle der Natur genommen: Jetzt läuft der Laufroboter ATRIAS durch die Labore.

Ihr zweibeiniger Laufroboter ATRIAS bewegt sich wie ein Straußenvogel. Seine beiden Beine sind eine komplexes System aus Carbonstäben und Federn und sind selbst im Stillstand ständig in Bewegung. ATRIAS korrigiert permanent seine Lage, so dass er im Stand auf der Stelle trippelt. Dieses dynamische Gleichgewicht verleiht der Laufmaschine nicht nur ein hohes Maß an Stabilität, sondern lässt sie auch sehr flexibel auf Störungen reagieren.

Für jeden Untergrund wie geschaffen

Stufensteigen, ob aufwärts oder abwärts, sind für ATRIAS ebensowenig ein Problem wie wackelige Bretter, lose verteilte Hindernisse und tiefe Löcher im Boden.

Ausfallschritte nach vorn, hinten und zu den Seiten korrigieren dynamisch die Position des Körpers und bringen den Läufer immer zurück auf seine Bahn. Er sieht dabei schon ein wenig aus wie ein Kopierer auf Straußenbeinen.
Eindrucksvoll ist auch der Parkspaziergang, bei dem ATRIAS sich durch öffentliches Gelände mit wechselndem Untergrund und Steigungen bewegt.

Im März 2015 luden sie ein Video hoch, in dem ATRIAS am Ende dann doch den Kürzeren zog: Von allen Seiten wurde er mit Volleybällen traktiert und parierte die Störungen seines Gleichgewichts mit Bravour. Doch plötzlich fiel er unvermittelt ins Halteseil: ein Ball hat den Notausschalter erwischt und ATRIAS` Beine erlahmten in der Sekunde.

Die Arbeit des Dynamics Robotics Laboratory ist Teil eines Programms zu Entwicklung von Laufrobotern unter der Schirmherrschaft der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA).

Quelle:

spectrum.ieee.org/automaton/robotics/robotics-hardware/atrias-robot-dodgeball-barrage

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