Kann dieser Roboter Bilder von Da-Vinci kopieren?

Ich höre schon den Aufschrei der Künstlervereinigungen nach einem Schutz ihrer Werke, sobald der folgende Roboter in die Hände von Raubkopierern fallen sollte. Der Copyright-Ruf könnte in wenigen Jahren auch diese Kreise ereilen und eine neue Schlacht um die Rechteverwertung einläuten. Bis dahin muss der Konstrukteur des Malroboters sich aber noch etwas anstrengen. Denn was der Roboter bisher abliefert ist nichts weiter als moderne Kleckserei auf einem Leinentuch, nach Vorstellungen eines Laien.

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Ein Roboter der wie ein Künstler handelt

Warum man den Roboter entwickelte, ist jedoch die eigentlich spannende Frage, die der Konstrukteur Benjamin Grosser auf seiner Webseite beantwort. Laut seinen Vorstellungen wollte er einen Roboter schaffen, der sich ähnlich einem Künstler verhält. Unter dem Einfluss von verschiedenen Klängen sollte der Roboter, zum Teil gesteuert, zum Teil aber auch aus eigenem Antrieb, Bilder kreieren, die denen eines Künstlers in nichts nachstehen. Hierzu kann der Roboter auf eine kleine Auswahl von Ölfarben zurückgreifen und diese nach Lust und Laune auf das Leinen aufbringen.

Drei Rechner für die künstliche Intelligenz des Roboters

Als Vorgabe für diese Funktionen orientierte sich der Konstrukteur an dem Verhalten von vielen Künstlern. Viele von ihnen schaffen unter Einfluss von Musik ihre Werke. Damit der Roboter jedoch seine eigenen künstlerischen Entscheidungen treffen kann, musste Benjamin Grosser drei Rechner miteinander vernetzen und dazu bringen miteinander zu kommunizieren. Einer dieser Rechner, der an ein Mikrofon angeschlossen ist, erkennt die Töne, die in dem Raum gespielt werden, in dem sich der Roboter befindet. Da der Roboter die Musik nicht wie ein Mensch interpretieren kann, wandelt er diese Töne nach eigenen Maßstäben um. Anschließend wertet er die Zahlen nach seinen Vorstellungen aus und entscheidet sich für den nächsten Pinselstrich.

Neben dieser Fähigkeit kann er Farben selbständig auswählen und auch festlegen, wie stark er den Pinsel auf das Stück Leinen aufdrücken möchte Mit Hilfe dieser Möglichkeiten entsteht mehr und mehr ein künstlerisches Bild, welches von einem Roboter eigens geschaffen wurde. Inwieweit man an dieser Stelle jedoch schon von künstlicher Intelligenz sprechen kann, bleibt offen. Die Bilder des Roboters stehen jedoch denen von manchen Künstlern geschaffenen Werken in nichts nach. Ob der Roboter allerdings auch zukünftig für Kopiearbeiten eingesetzt werden könnte, wird man sehen. Der Konstrukteur Benjamin Grosser scheint diesen Schritt aber nicht zu planen.

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Quellen: http://bengrosser.com via http://www.engadget.com

Veröffentlicht von

Ronny Siegel

Mein Name ist Ronny Siegel und ich erinnere mich noch dunkel daran, dass ich irgendwann in meiner Kindheit damit begann, mich für Roboter zu interessieren. Ich interessiere mich dabei mehr für die Möglichkeiten, wie man Roboter zukünftig verwenden kann, wie diese unser Leben beeinflussen werden und wie weit sie bereits in unser Leben eingedrungen sind. Wer mehr über mich erfahren möchte, kann mir einfach bei folgen

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