Italienischer Roboterhund für die Alpen – Die europäische Antwort auf BigDog

Am Istituto Italiano di Tecnologia (IIT) in Italien forscht man derzeit an einen Roboter der inspiriert wurde vom Big Dog aus den USA. Bei dem Roboter handelt es sich um einen vierbeinigen Roboter, der einem Hund oder einem Maultier ähnelt. Die italienischen Wissenschaftler sind davon überzeugt, dass diese Art der Roboter sich in Zukunft beim Transport von Lasten durch unwegsames Gelände oder bei der Bergung von Opfern nach Naturkatastrophen bewähren könnte.

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HyQ, ein unkreativer Namen für einen interessanten Roboter

An kreativen Namen müssen die Europäer noch etwas arbeiten, denn im Gegensatz zum BigDog von Boston Dynamics besitzt der Roboter der Italiener nur die Bezeichnung HyQ was für Hydraulically Actuated Quadruped steht. Dabei ist der Roboter alles andere als uninteressant. Mit seinen vier Beinen bewegt er sich bereits heute schon mit einer Geschwindigkeit von rund 6kmh durch flaches Gelände. 90 Kilo bringt der Roboter auf die Waage, wovon das Hydrauliknetzteil alleine 20 Kilo wiegt. Die Gelenke des Roboters können sich bis zu 120 Grad drehen, was für die meisten Bewegungen vollkommen ausreicht. Zudem besitzt der Roboter 12 Freiheitsgrade (kurz DOF = Degree of Freedom) von denen acht hydraulisch und vier elektrisch betrieben werden. Für die Berechnungen der Bewegungen setzen die Italiener auf einen Pentium Prozessor.

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Die Grundlagenforschung begann tief in der Vergangenheit

Der Roboter befindet sich immer noch im Entwicklungsstadium. Doch bereits vor den ersten Prototypen mussten die Wissenschaftler intensive Vorbereitungen treffen. Neben dem Studium der bereits existierenden vierbeinigen Roboter, sah man sich zuvor auch die Entwicklung der vierbeinigen Roboter genau an. Die Grundlagen hierfür wurden bereits in den 60er Jahren des 20.Jahrhunderts entwickelt. In den 80ern und 90ern setzte man vor allem auf elektrisch angetriebene Roboter. Zum Beginn des neuen Jahrtausends kamen schließlich pneumatisch angetriebene Roboter auf. Seit rund sechs Jahren entwickelt sich dieser Bereich zusehends. Zusätzlich zu diesen Entwicklungen studierten die Wissenschaftler auch viele Bewegungen von vierbeinigen Tieren. Hierbei konzentrierte man sich vor allem auf zwei Dinge. Die Interaktion von Knochen und Muskeln bei einer Bewegung und die Stellung der Beine in der Bewegung.

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Derzeit forscht man in Italien an weiteren Möglichkeiten, wie man die Bewegungen des Roboters verbessern kann. So experimentiert man zum Beispiel mit verschiedenen Fußmodellen, mit denen sich der Roboter am besten durch unwegsames Gelände fortbewegen kann. In Zukunft kann man sich gut vorstellen, diese Roboter zum Lastentransport in den Bergen wie den Alpen einzusetzen. Die Roboter könnten zudem beim Bergen von Opfern nach einer Umweltkatastrophe helfen. Nach der Meinung vieler Wissenschaftler, würden sich diese vierbeinigen Roboter besser eignen als zweibeinige humanoide Roboter.

Quellen: www.iit.it via http://spectrum.ieee.org, Grundlagenforschung für vierbeinige Roboter

Veröffentlicht von

Ronny Siegel

Mein Name ist Ronny Siegel und ich erinnere mich noch dunkel daran, dass ich irgendwann in meiner Kindheit damit begann, mich für Roboter zu interessieren. Ich interessiere mich dabei mehr für die Möglichkeiten, wie man Roboter zukünftig verwenden kann, wie diese unser Leben beeinflussen werden und wie weit sie bereits in unser Leben eingedrungen sind. Wer mehr über mich erfahren möchte, kann mir einfach bei folgen

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