singende Roboterköpfe

Roboterköpfe: Das Grauen hat viele Gesichter

Es gibt zweifellos zahlreiche Anwendungsfälle, in denen Roboter direkt mit Menschen kommunizieren müssen. Wenn sie beispielsweise mit Kindern oder Senioren interagieren sollen, ist ein Computerinterface mit Programmierschnittstelle nicht die beste Lösung. Deshalb lernen Roboter, menschliche Signale zu erkennen, zu interpretieren und auf sie in geeigneter Weise zu reagieren. Dabei ist neben der Sprache auch Mimik und Gestik entscheidend.

Bereits Ende der 90er Jahre des vergangenen Jahrhundert erforschte man in der Humanoid Robotics Group am MIT intensiv die Interaktion mit Robotern. „Kismet“ war zum Beispiel ein Roboter-Kopf, der direkt auf menschliche Stimmen, Kopfbewegungen und Mimik reagierte.

Überzeugende Mimik in einem menschlichen Antlitz

Kismet hatte einen Mund, große, freundliche Augen und wackelte beim Sprechen lustig mit den Ohren. Er besaß bereits ein reichhaltiges Repertoire an Mimik – er konnte traurig sein, überrascht Augen und Mund aufreißen oder zornig die Lippen zusammenbeißen. Das waren freilich keine echten Gefühle, sondern nur ein antrainiertes Verhalten in Reaktion auf ein Ereignis. Dennoch wirkten diese nonverbalen Signale schon recht überzeugend.

Was Kismet noch fehlte, war ein menschliches Antlitz. Mit elastischen Masken versucht man, menschliche Gesichter zu schaffen. Die Ergebnisse sind allerdings oft eher erschreckend als sympathisch. Andererseits wurden auch große Fortschritte erreicht. Hanson Robotics zeigt, dass es möglich ist, den Roboter hinter einer sehr realistischen menschlichen Maske zu verbergen und mit ihm von Angesicht zu Angesicht zu kommunizieren.


Roboter-Kopf mit menschlichem Antlitz

Der „Jule“ getaufte Roboter hat ein sympathisches Gesicht. Seine Fähigkeit, zu lächeln und Sprache zu verstehen, macht ihn zu einem durchaus angenehmen Gesprächspartner. Man könnte sich durchaus vorstellen, Jule als kontaktfreudigen Zivi in einem Altenheim zu beschäftigen.

Roboter-Köpfe aus Korea fördern Alzheimer(Patienten)

In Helsinki werden zum selben Zweck zwei koreanische Roboter-Köpfe erprobt. Am Kustaankartano Elderly Centre, ein Altenheim, sollen die zwei singenden Plastik-Bots Alzheimer-Patienten dabei unterstützen, ihre kognitiven Fähigkeiten zu erhalten. Ich bin kein Mediziner. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Roboter den Verlauf von Alzheimer positiv beeinflussen. Nachdem man derart Grauenvolles gesehen hat, wünscht man sich schließlich nur noch eins: Schnell vergessen.


Singen gegen das Vergessen – koreanische Roboter fördern Alzheimer-Patienten

Es gibt zweifellos zahlreiche Anwendungsfälle, in denen Roboter direkt mit Menschen kommunizieren müssen. Wenn sie beispielsweise mit Kindern oder Senioren interagieren sollen, ist ein Computerinterface mit Programmierschnittstelle nicht die beste Lösung. Deshalb lernen Roboter, menschliche Signale zu erkennen, zu interpretieren und auf sie in geeigneter Weise zu reagieren. Dabei ist neben der Sprache auch Mimik und Gestik entscheidend.

Bereits Ende der 90er Jahre des vergangenen Jahrhundert erforschte man in der Humanoid Robotics Group am MIT intensiv die Interaktion mit Robotern. „Kismet“ ( http://www.ai.mit.edu/projects/humanoid-robotics-group/kismet/kismet.html ) war zum Beispiel ein Roboter-Kopf, der direkt auf menschliche Stimmen, Kopfbewegungen und Mimik reagierte.

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