Roboter im “echten Leben” – Roboter in Fukushima

Wer laienhaft an Roboter denkt, der erinnert sich an R2-D2 aus Star Wars oder Marvin, den manisch-depressiven Roboter aus “Per Anhalter durch die Galaxis”. Der SF-Fan hat Roboter in Androidengestalt mit quasi menschlichen Regungen vor Augen – eine Fiktion, die man(n) sich wünscht im Sinne einer elektronischen, aber denkenden Putzfrau, oder die einen bange macht, weil solche “Wesen” den Menschen beherrschen könnten. Die Roboter, die es heutzutage wirklich gibt, haben nichts androides an sich und können weder fühlen noch denken. Es handelt sich vielmehr um komplexe bewegliche Maschinen, die in der Industrie und Forschung breite Anwendung finden und, eine intakte Mechanik und Elektronik vorausgesetzt nur auf Eingabe bzw. Programmierung reagieren.

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Der Industrieroboter

Der IR, auch Manipulator genannt, kann mit einem Werkzeug oder Greifarm bestückt werden. Er verfügt über bewegliche Gelenke und wird in der Regel für eine bestimmte Aufgabe im Produktionsablauf konstruiert, sei es, dass er packt oder verpackt, schweißt oder stapelt. Dabei ist die Basis des IR unbeweglich oder bewegt sich auf Schienen.

Roboter auf Rädern

Wie man auf der Website www.diginfo.tv/v/12-0186-r-en.php nachlesen kann, gibt es heute bereits funkgesteuerte Roboter mit einem weiten Aktionsradius. Auch diese haben nicht das Aussehen eines Androiden, vielmehr handelt es sich um Kettenfahrzeuge, die eher an eine Miniaturplanierraupe oder an einen Minipanzer erinnern. Aufgrund der Ketten können diese Roboter Treppen, Hindernisse oder unebenes Gelände ebenso problemlos passieren wie verseuchtes und vermientes Gebiet.

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Roboter für Fukushima

Der in dem Web-Artikel vorgestellte Roboter namens Sakura, hergestellt vom Chiba Institute of Technology soll nach der Probephase in Kollaboration mit dem Energie-Konzern TEPCO mögliche Leckagen am Unglücksreaktor in Fukushima erkunden. Er ist mit einer Funkkamera ausgestattet, um mögliche undichte Stellen zu filmen. Ein Richtmikrofon nimmt zudem die Geräusche austretenden Kühlwassers wahr. Hindernisse werden von Sakura einfach überstiegen, ein Gefälle oder eine Steigung bis zu 52 Grad stellt für ihn kein Problem dar. Und Unfälle wird Sakura mit seinem Gehäuse aus 5 mm dicken Stahlplatten auch ohne weiteres überstehen.

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Quelle: diginfo.tv

2 Gedanken zu „Roboter im “echten Leben” – Roboter in Fukushima“

  1. Naja, hübsche Bilder von Robotern auf Holztreppen Monate nach einer Katastrophe zu zeigen, oder zwei Jahre nach dem Auftreten des Problems einen Roboter dafür konstruiert zu haben, ist kein guter Hinweis für die Einsatzfähigkeit und Robustheit, die für den Einsatz in der Realität außerhalb von Laboren notwendig ist.
    Das Problem ist auf ungefähr allen Ebenen schwierig, deshalb sollte man mit Aussagen zu Robotern im “echten Leben” vorsichtig sein. Ich hab hier mal was dazu geschrieben:
    http://botzeit.de/blog/2012-11-23-kommentar-roboter-in-der-realen-welt.html

    Grüße von nebenan

  2. Hallo Arne,

    die Ausführungen in deinem Beitrag fand ich sehr interessant. Sie decken sich mit meinen Beobachtungen, dass man die Fertigkeiten von Robotern erst wirklich beurteilen kann, wenn man diese live in Aktion sieht. In den Videos welche wir hier auf Robonews.de veröffentlichen, sieht man fast immer Roboter, bei denen scheinbar alles auf Anhieb gelingt. Dies ist natürlich fern jeder Realität und sollte jedem Leser auch bewusst sein.

    Aus diesem Grund habe ich in unserem YouTube Channel Videos von Robotern eingestellt, die auf der letzten Automatica zu sehen waren. Bewusst sind in diesen Videos auch die Probleme zu sehen, welche Roboter immer noch haben.

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