Wie funktioniert die Schwarmintelligenz von Robotern?

Mit Schwarmintelligenz (alternativ auch als kollektive Intelligenz oder Gruppenintelligenz bezeichnet) meint man die Weisheit einer großen Masse, die auf den klugen Entscheidungen einzelner Personen basiert. Im humanen Zusammenhang zeigt sich die Schwarmintelligenz beispielsweise daran, dass wichtige Nachrichten über soziale Netzwerke schnell eine große Öffentlichkeit erreichen, während Uninteressantes kaum den Weg an die Oberfläche schafft. Doch wie sieht es bei Robotern aus. Kann man hier auch kollektive Intelligenz beobachten?

Wie verhalten sich heterogene Roboter?

In früheren Tests konnten Forscher sehr gut entdecken, wie ähnlich programmierte Roboter in der Masse reagieren. Anders sieht es allerdings bei Gruppen aus, die sich aus heterogenen Robotern zusammensetzen. In einem Experiment konnte gezeigt werden, dass sich diese Roboter gegenseitig unterstützen, um effizienter und leistungsfähiger zu werden. Im Projekt Swarmanoid tritt ein Team aus verschiedenen Robotern an, die durch eine Drohne angeleitet werden, ein Hindernis zu überwinden. Zu den einzelnen Spezialitäten der Roboter gehört beispielsweise das Greifen, Sehen oder Klettern.

Kommunikation steht an erster Stelle

Damit die Roboter in der Gruppe funktionieren, sind sie auf eine reibungslose Kommunikation angewiesen. Fliegende Roboter müssen mit den Robotern auf der Erde kommunizieren. Dabei stehen hier lediglich visuelle LED-Reize zur Verfügung. Die Roboter auf dem Boden können das Hindernis nicht überblicken und benötigen das Feedback aus der Luft. Die fliegenden Roboter können auch Hinweise geben, wie viele Roboter zusammenarbeiten müssen, um das Hindernis zu überwinden. Hier werden also die Stärken jedes einzelnen Roboters präzise ausgenutzt und gebündelt. Das folgende Video zeigt auf, wie die Roboter zusammenarbeiten.

Quellen: Swarmanoid und www.spectrum.ieee.org

Veröffentlicht von

Nora Kaschade

Nach einem staubtrockenen Magisterstudiengang in den Fächern Germanistik und Musikwissenschaft arbeite ich nun seit rund zwei Jahren als Online-Redakteurin für verschiedene Projekte. Hier hat es mir vor allem die moderne Technik angetan. Logisch also, dass ich mich auch für Neuheiten in der Robotertechnik interessiere. Mittlerweile hat das nämlich gar nichts mehr mit Sci-Fi zu tun, sondern kann sich auch im Alltag als durchaus nützlich erweisen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.