Fliegende Aufklärungsroboter bleiben an der Leine

Während die Daten funkgesteuerter Aufklärungsroboter abgefangen oder manipuliert werden können, sind die beiden neuen Dronen der Firma CyPhy Works per Kabel mit ihrer Basisstation verbunden und somit vor gefährlichen Einflüssen geschützt. Der große Überwachungsroboter namens Parc und der kleine Aufklärungsroboter namens Ease erkunden das Terrain auch dort, wo kein GPS vorhanden ist.

Weiter schweben als das menschliche Auge sieht

In Zusammenarbeit mit der Georgia Tech entwickelten die Forscher von CyPhy Works die 16 Inch hohe Drone “Ease”. Ihr Name steht für Extreme Access System for Entry, da sie Aufgaben aus dem Bereich Inspektion, Überwachung und Erkundung übernehmen kann. Dazu kann sie in einem handelsüblichen Rucksack zusammen mit ihrer Basisstation transportiert werden und bei unklaren räumlichen Situationen ausgepackt werden. Während der Mensch dann an einem sicheren Ort bleibt, schwebt Ease bis zu 1000 Feet weit und 300 Feet hoch, um sich einen Überblick zu verschaffen. Dazu verwendet sie zwei HD-Kameras und eine Wärmebildkamera. Im Gegensatz zu einem nichtfliegenden Aufklärungsroboter kann Ease auch zum Beispiel Gebäude durch das Fenster betreten oder in tiefe Schächte hineinschweben.

Kabel dünn wie eine Angelsehne

Theoretisch kann Ease dauerhaft in der Luft bleiben, da sie ihren Strom aus den Batterien an der Basisstation erhält. Dort können die Batterien ständig ausgetauscht werden, damit Ease die nötigen 350 Watt erhält. Neben dem Strom laufen auch die Erkundungsdaten über das Mikrokabel, welches lediglich die Stärke einer Angelsehne hat. Die “Leine” des kleinen Spionage-Helikopters wird flexibel abgerollt und wiederaufgespult, sodass keine Reißgefahr entsteht. Eases große Schwester Parc ist eine Drone mit vier Rotoren, die bis zu 1000 Feet hoch fliegen kann. Sie passt zwar nicht mehr durch ein Standardfenster, kann aber mit einer einzigen Batterie bis zu zwölf Stunden lang Aufklärungsflüge absolvieren. Das Prinzip der aufrollbaren Leine bleibt dabei das gleiche. Die Forschung zu den Erkundungsrobotern wurde sowohl von Investoren als auch durch staatliche Zuschüsse finanziert. Neben zivilen Nutzungen sind daher auch zukünftige Einsätze für das amerikanische Militär wahrscheinlich.

Quellen: Engadget.com, CyPhyWorks

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