Schwarmroboter spielen Beethoven

Gruppen von Geräten, die bestimmte Positionen zu bestimmten Zeitpunkten einnehmen, wurde im Georgia Robotics and InTelligent Systems (Grits) Lab zu Demonstrationszwecken befohlen, berühmte Sequenzen aus dem Bereich der klassischen Musik aufzuführen. Die Robotik-Entwickler am Georgia Institute of Technology im amerikanischen Atlanta ließen die Schwarmroboter dabei über ein projiziertes Piano manövrieren und Beethovens “Für Elise” spielen.

Khepera-Roboter finden selbstständig die beste Route

Die Hightech-Geräte namens Khepera, mit denen am GRITS zuvor bereits andere Aufgaben gelöst wurden, verfügen über eine gewisse künstliche Intelligenz. Sie bekommen von ihren Programmierern eine Art Partitur für die Musiksequenz und bestimmen dann unter sich, wieviele Roboter benötigt werden, um die Aufgabe auszuführen. Die Anzahl der Geräte hängt unter anderem von der Geschwindigkeit, mit der die Töne gespielt werden sollen, ab. Innerhalb des Schwarms weisen sich die Roboter gegenseitig Rollen zu und ermitteln die jeweils kürzeste Strecke zum gewünschten Ton. Dafür benutzen sie interne Kameras, Antennen auf ihren Oberteilen und Kameras, die im Trainingsraum angebracht sind.

Die richtige Position finden dank eines Kontrollalgorithmus

Die Khepera-Bots bestimmen anhand ihres Abstands zu den anderen Geräten, zu welcher Position sie sich bewegen müssen, um der gestellten Aufgabe nachzukommen. Dies führt dazu, dass beim Ausfall eines Roboters ein anderer schnell seine Stelle einnehmen kann. Die logische Basis dieser Handlungen ist eine Methode zur dynamischen Rollenzuweisung und Formationsbildung aus dem Jahr 2011. Vor dieser Entwicklung durch das GRITS Lab wurden Formationsbildung und Rollenzuweisung stets als separate Probleme behandelt. Der Ansatz der innovativeren Methode ist es, die Position des Roboters innerhalb der Formation während des Rollen-Zuweisungs-Algorithmus zu bestimmen. Dadurch können bestimmte Techniken angewendet werden, ohne die Position im Vorhinein zu wissen. Zusätzliche Überprüfungsregeln, wie etwa distanzbasierte Formationskontrolle, erübrigen sich daher.

Quellen: Engadget.com; Gritslab

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