Spielwarenbranche setzt auf Robotik

Ein Spielzeugroboter in Form eines  Ball

Die Verbindung von elektronischen Komponenten und altbewährten Spielideen wird seit Jahrzehnten praktiziert, erfuhr aber in den letzten paar Jahren einen besonderen Auftrieb. Auf der Nürnberger Spielwarenmesse im Januar 2013 wurde eine Extrakategorie “Toys 3.0” im Rahmen des jährlichen ToyAwards eingerichtet. Der Geschäftsführer des Marketingverbands Idee + Spiel, Andreas Schäfer, sieht den größten Trend der Spielwarenbranche in der Verbindung von klassischem Spielzeug mit elektronischen Kommunikationsmitteln.

Neue Robotertiere im Kinderzimmer

Mit Augen aus LCD-Bildschirmen soll in diesem Jahr das interaktive Plüschtier “Furby” zurück in die Spielwarenläden kommen. Es funktioniert noch ohne Smartphone oder Tablet, aber der Roboter “Botzee”, dessen Zielgruppe Kindergartenkinder sind, benötigt mobile Kleinrechner, um seine Apps zu starten. Mit diesen Lernspielen der deutschen Firma Sablon können technikbegeisterte Kinder Farben, Mathematik, Tierwissen und anderes üben. Für Familien, die sich nicht vor Spinnen gruseln, gibt es neuerdings auch „Spiderpet“, eine Roboterspinne mit ausgeklügelter Steuerungsmechanik. Aber auch für etwas ältere Kinder und verspielte Erwachsene hält die Spielwarenbranche Neuerungen bereit.

Fernsteuerung per Smartphone

Für den diesjährigen ToyAward ist unter anderem der kleine personalisierbare “RoboMe” nominiert. Er schwimmt auf der Erfolgswelle der Smartphones und bietet elektronikbegeisterten Schülern und ihren Eltern die Möglichkeit, ihren Individualismus auszuleben. Durch das Sammeln personenbezogener Daten soll es möglich sein, eine Art Mini-Roboter-Kopie des spielenden Kindes zu erzeugen. So wird ein Foto des Kindes vom Roboter verwendet und die Mimik kann in einer entsprechenden App angepasst werden. Durch Spracherkennung und -ausgabe unterhält sich “RoboMe” mit seinem Besitzer und eignet sich “Wissen” an. Zudem spielt der kleine Roboter Musikdateien ab und kann mittels Pfadverfolgung durch das Haus manövriert werden. Neu auf dem deutschen Markt ist auch der Roboterball Sphero, der mittels eines Android- oder iOS-basierten Gerätes gesteuert wird. Der bunt blinkende Ball ist dabei sehr vielfältig und eignet sich mit bisher zwanzig Apps sowohl als Partygag als auch als Tierspielzeug.

Quellen: ToyAward.de, gosphero.com, moz.de, spielzeuginternational.de

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