HAL – als physiotherapeutisches Exoskelett in der Testphase

Der hybrid-gesteuerte Roboter Hal könnte in Fabriken Schwerstarbeit unterstützen, im Rettung-Support bei Katastrophen eingesetzt werden oder it-gestützt Berge erklimmen: Wie die Web-Sites www.engadget.com und ajw.asahi.com berichten, setzt die japanische Firma Cyberdyne eine Variante ihrer High-Tech-Konstruktion ab März 2013 testweise in 10 japanischen Krankenhäusern bei 30 Probanden als Trainingshilfe zum Gehen lernen ein. Eine Testphase auch in Europa ist angedacht.

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Wieder Laufen lernen auch bei irreversiblen Erkrankungen des Bewegungsapparats

Das rund 10 Kilogramm schwere, futuristisch anmutende Exoskelett Typ Cyborg kann die Muskelkraft des Trägers verstärken und bei Bedarf sogar ersetzen. Der “Roboter-Anzug” wird bei Erkrankungen wie neurologisch bedingten Mobilitätsstörungen eingesetzt – beispielsweise bei Querschnittslähmungen. Diese Erkrankungen galten bisher tendenziell als irreversibel (nicht umkehrbar).

Wie HAL – “the Hybrid Assistive Limb” – seine Arbeit verrichtet

Das menschliche Gehirn fungiert als Schaltzentrale und gibt Signale an das künstliche Skelett weiter, welches dieses anstelle der gelähmten Muskeln ausführt. Der Weg der elektrischen Signale erfolgt dabei vom Gehirn über die Wirbelsäule an die motorischen Nerven, welche die erforderlichen Muskelkontraktionen auslösen. Durch regelmäßige Stimulierung ist bisher eine schwache Regeneration der Nervenbahnen möglich. Das Training mit HAL fordert vom Patienten ein hohes Maß an mentaler Kraft, Konzentration und Übung, bis er die ersten Schritte ohne Hilfe des Geh-Roboters machen kann.

Quellen: engadget.com, ajw.asahi.com

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