Hitachi testet Roboterauto mit Smartphonesteuerung

Das japanische Unternehmen Hitachi testet derzeit mit großer Zuversicht sein autonomes Elektroauto namens ROPITS. Dieses soll künftig auf kurzen Distanzen einzelne Menschen bequemer als in bisherigen Elektromobilen transportieren. Dank GPS und der Entfernungsmessung mit Laser und Kameras kann das Roboterauto seinen Weg selbst finden. Die Benutzer brauchen nur den Zielpunkt auf einem Tablet oder Smartphone festzulegen.

Intelligentes Transportsystem nicht nur für Ältere

ROPITS ist 160 cm hoch und 70 cm breit, sodass in seinem Inneren ein sitzender Mensch mit Handgepäck Platz finden kann. Bei Bedarf könnte das autonome Elektromobil auch ohne Passagier zu einer Stelle fahren, da es drahtlos von außen gesteuert wird. Somit könnten ältere oder gehandicapte Personen mit ihrem Tablet oder Smartphone das Roboterauto zu sich rufen, um es dann als Transportgerät auf dem Gehweg zu nutzen. Mit seinen sechs km/h wäre ROPITS schneller als viele manuell bediente Rollstühle, aber immer noch langsamer als so manche überraschend vorbei sausende Fahrräder. Um Zusammenstöße mit gehenden Passanten oder stehenden Hindernissen zu vermeiden, benutzt ROPITS eine Kamera und vier Sensoren.

Roboterauto berechnet Route selbst

Der sogenannte “Robot for Personal Intelligent Transport System”, kurz ROPITS, wurde in einem speziellen Testgebiet für Mobilitätsroboter in der Präfektur Ibaraki auf sein Fahrverhalten hin überprüft. Dabei funktionierte die selbstständige Routenfindung per GPS und Laser-Entfernungsmesser bereits sehr gut. Bis zur Marktreife des Roboterautos in Europa werden voraussichtlich noch einige Jahre vergehen, da Hitachi das Entwicklungsprojekt erst kürzlich in Japan vorstellte. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen allerdings an, auch andere Transportleistungen mit der verwendeten Technologie abdecken zu wollen. Denkbar seien zum Beispiel Warentransporte mit autonomen Fahrzeugen.

Quellen: ajw.asahi.com, theverge.com, engadget.com

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