Projekt: Ozeane mit Roboterhilfe von Plastik säubern

Die Verschmutzung der Weltmeere wird immer mehr zu einem großen Problem. Nicht nur die Wasserqualität sinkt, die Meeresbewohner sterben an den Folgen von Plastikmüll und anderen Hinterlassenschaften der Menschen. Abhilfe soll nun ein spezieller Ozean-Roboter schaffen, der einen großen Beitrag zum Säubern der Weltmeere leisten kann. Doch was unterscheidet diesen Roboter von anderen Lösungsansätzen?

Intelligente Lösungen für viele Probleme

Das Problem an Plastikmüll ist, dass er nicht statisch ist, sondern frei durch den Ozean schwimmt. Die Lösung des Ozeanroboters ist, dass nicht er sich durch das Meer bewegt, sondern der Ozean durch den Roboter. Indem der Umweltroboter mit dem Untergrund verankert ist, lassen sich nicht nur Emissionen, sondern auch hohe Geldbeträge einsparen. Die Roboterplattform versorgt sich selbst und erhält seine Energie von der Sonne und den Wellenbewegungen. Ein weiteres Problem herkömmlicher Säuberungsanlagen ist, dass die großen Müllauffangbehälter zu groß sind und sich zahlreiche Fische darin verirren. Statt Netzen werden bei diesem Projekt große Schwimmschirme eingesetzt. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Mit den Plattformen lassen sich auch viel größere Areale abdecken. Das Konzept ist sehr effizient und die Forscher gehen davon aus, dass diese Roboterplattform sogar finanziell profitabel sein könnte.

Anordnung der Roboterplattformen

Die von Boyan Slat entwickelten Umweltroboter könnten an Brennpunkten in Küstennähe oder dort, wo Verwirbelungen im Wasser entstehen, zum Einsatz kommen. Hier findet sich der größte Teil des Plastikmülls. Schiffsrouten sollen dabei nicht beeinträchtigt werden. Momentan läuft die Studie noch und hoffentlich werden in ein paar Monaten konkrete Zahlen zur Durchführbarkeit des vielversprechenden Konzepts vorliegen.

Quellen: boyanslat.com, Boyan Slat, robots.net, wikipedia.org

Veröffentlicht von

Nora Kaschade

Nach einem staubtrockenen Magisterstudiengang in den Fächern Germanistik und Musikwissenschaft arbeite ich nun seit rund zwei Jahren als Online-Redakteurin für verschiedene Projekte. Hier hat es mir vor allem die moderne Technik angetan. Logisch also, dass ich mich auch für Neuheiten in der Robotertechnik interessiere. Mittlerweile hat das nämlich gar nichts mehr mit Sci-Fi zu tun, sondern kann sich auch im Alltag als durchaus nützlich erweisen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.