DARPA-Roboter kann Reifen wechseln

Das ARM-Programm der DARPA ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass seine Roboter Objekte verändern können, wie es menschliche Hände tun würden. Konkret kann der Testroboter der amerikanischen Verteidigungsbehörde neuerdings Reifen wechseln. Damit befindet sich das Forschungsprojekt in seiner letzten Phase.

Künstliche Hände für gefährliche Einsätze

Die DARPA entwickelt für potentiell gefährliche Einsätze, wie das Entschärfen explosiver Geräte oder das Aufsuchen vermisster Gegenstände, autonome Roboter. Einer davon war jüngst zu Präsentationszwecken beim Reifen wechseln zu sehen. Das aktuelle Forschungsprogramm „Autonomous Robotic Manipulation“ (ARM) soll Roboter schaffen, die eine bessere Performance als bisherige ferngesteuerte Geräte bieten. ARM besteht aus drei Teilen. Im Bereich Hardware-Entwicklung finanzierte die DARPA das Design und die Herstellung preisgünstiger und geschickter Roboterhände. Diese haben mehrere Finger und wurden unter anderem bei den Robotikfirmen iRobot und Sandia National Labs entwickelt. Im zweiten Bereich konzentrierte man sich auf die Erschaffung neuer Algorithmen und den softwareseitigen Ansatz.

Reifen wechseln und andere geschickte Griffe

Die Roboter des ARM-Programms sollen Gegenstände greifen und verändern können. Zur Erkennung benutzen sie ihre lokalen Sensoren. Da sie auch Werkzeuge benutzen können, sind Alltagstätigkeiten, wie Reifen wechseln, kein Problem für sie. In Stufe drei des Programms werden die Roboter derzeit außerhalb des Labors getestet, da sie perspektivisch nicht nur im Alltag eine helfende Hand bieten sollen, sondern auch in Einsatzgebieten, die für Menschen zu gefährlich wären. Die Roboter des Forschungsprogramms werden deshalb auch ohne Unterstützung von Bewegungserfassungs-Systemen arbeiten können. Sie nehmen zudem sogenannte High-Level-Commands entgegen. Dies bedeutet, dass auch Menschen sie steuern können werden, welche keine Roboterexperten sind.

Quellen: darpa.mil, spectrum.ieee.org

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