Autonome Roboterquads vorgestellt

Seine Name ist Grizzly und er soll die Vorzüge eines Traktors mit denen eines Industrieroboters verbinden. Das neue Allrad-Fahrzeug von Clearpath Robotics soll die Grundlage für spätere Roboter der Bereiche Landwirtschaft, Bergbau und Militär bilden. Die Roboterquads sind sehr robust und für Open-Source-Software prädestiniert.

Leistungsstarkes Outdoor-Fahrzeug

Die kürzlich vorgestellten Roboterquads verfügen über eine Höchstleistung von 80 PS und nutzen jeweils vier Motoren. Eine maximale konstante Zugkraft von 1400 Pound-force zeichnet die Grizzlies als kraftvolle Grundlage für weitere Operationen aus. Die Roboterquads sind als Nutzfahrzeuge für diverse Einsatzgebiete gedacht und können daher bis zu 600 Kilogramm auf einer Ladefläche transportieren. Geladen werden können dabei nicht nur Waren, sondern auch Forschungsgeräte wie Sensoren oder andere elektronische Elemente. Diese lassen sich dank austauschbarer Oberflächenplatten leicht einbauen und mit dem Netzteil eines Roboterquads verkabeln. Zur besseren Anpassung an ihre Einsatzgebiete besitzen die Roboterquads auch Ethernet- und USB-Schnittstellen. An diese können die speziellen Zusatzelemente künftiger Forschungs- oder Arbeitsroboter angeschlossen werden.

Individuell zu konfigurieren und quelloffen

Als Grundlage für komplexere Nutz- und Forschungsroboter sind die Roboterquads von Hause aus ROS-kompatibel. ROS steht dabei für das Framework “Robot Operating System”, zu dem es eine weltweite Community gibt. Durch die offene Programmierschnittstelle sollen die Roboterquads für Wissenschaftler attraktiver werden. Auf Wunsch stellen die Mitarbeiter von Clearpath Robotics ihren Kunden auch individuelle Lösungen mit Sensoren und anderen Zusatzelementen zusammen. Alle Spezifikationen von Grizzly vereint ihre ausgesprochene Outdoor-Tauglichkeit. Mit ihren robusten Achsen können die Roboterquads so ziemlich jedes Hindernis überwinden, sei es ein Baumstamm oder ein schlammiger Untergrund. Dazu tragen auch die mächtigen 26 Zoll-Reifen bei, die das Gefährt optisch in die Nähe von Monster-Trucks bringen. Während jedoch bei den Show-Fahrzeugen menschliche Fahrer im Cockpit sitzen, klären bei den Roboterquads interne Sensoren über den Status des Vehikels auf.



Quellen: clearpathrobotics.com, spectrum.ieee.org

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