Raupenroboter – die kleinen Helfer bei der Rohrinspektion

An der Natur orientiert sich der Mensch schon lange, gerade wenn es um Innovationen in der Technik geht. Die Formen und Verhaltensweisen von bestimmten Tieren versucht man nachzuahmen, um beispielsweise besonders effiziente Wege der Fortbewegung zu entwickeln. So haben auch die Raupenroboter ein Vorbild in der Natur: die Raupe. Doch die kriechenden Roboter sind nicht nimmersatt, wie mal vielleicht vermuten würde, sondern kopieren hauptsächlich die Fortbewegungsart der Raupe.

Vorwärts kriechen auf Raupenart

Dazu bewegen die aus mehreren Gliedern bestehenden Roboter ihre “Körper-”Abschnitte gegeneinander, wodurch eine Vorwärtsbewegung erzeugt wird. Das Besondere dabei: Diese Art der Fortbewegung braucht besonders wenig Platz und ist auch für einen unebenen Untergrund geeignet. Außerdem ist der Raupenroboter besonders biegsam und kann teilweise sogar senkrechte Steigungen überwinden. Das macht ihn zu einem wichtigen Helfer in der Industrie, da es ihm möglich ist auch in rohrförmigen Umgebungen auf engstem Raum zu arbeiten.

Blitzschnelle Fortbewegung durch Zusammenrollen

Einige Raupenarten haben eine Alternative zum Kriechen gefunden: Werden sie bedroht, katapultieren sie sich in eine Kreisform und rollen so schnell der Gefahr davon. Nach jahrelanger Forschung kann der Raupenroboter mit Namen “GoQBot” diese besondere Bewegung nun ebenfalls ausführen und sieht dabei fast eleganter aus als sein Vorbild. Das Q im Namen kommt übrigens von der Form, in die er springt: Sie ähnelt dem Buchstaben Q.

Helferlein bei der Rohrinspektion

Gefahren, vor denen sie wegrolle müssen, werden diese Raupenrobotern bei ihrer Arbeit wahrscheinlich eher nicht begegnen. Doch trotzdem leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit: Sie kriechen in Rohre, um diese auf Schäden zu untersuchen. Dabei ist vor allem die platzsparende Fortbewegungsweise der Roboter von Vorteil, aber auch die Tatsache, dass einige von ihnen sogar senkrechte Steigungen mühelos überwinden können.

Die Überprüfung einen Rohrs

Um beispielsweise Wasserleitungen zu überprüfen, werden diese zunächst in die normale Fließrichtung entleert, die durch die Richtungspfeile vorgegeben ist. Danach wird der Roboter in die Röhre gesetzt und kann dort per Fernsteuerung vorwärts geschickt werden, sodass über die montierte Kamera das Innenleben des Rohrs begutachtet werden kann. So können Schäden frühzeitig und mit wenig Aufwand erkannt und eventuell beschädigte Rohre ausgetauscht werden.

Quellen und Verweise:

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