Dronen schwingen ihre Ladung ins Ziel

Dronen – unbemannte Luftfahrzeuge – genießen seit geraumer Zeit ein gr0ßes Interesse der online-Händler und Paketzusteller. Deren Waren sollen zukünftig, statt wie üblich über die Strasse und durch die Hand des Boten, per direkter Luftfracht den Weg zum Besteller finden.

Doch so individuell die Wünsche der Kunden, so unterschiedlich ist die Größe der Warenpakete und letztendlich das Ausmaß der für den sicheren Transport benötigten Dronen selbst. Passt die Fracht nicht mehr in das Luftgefährt, muss ein nächst größeres her, mit allen Konsequenzen für den Landeplatz, die Kosten, etc…(1)

Tranport sperriger Güter

Vijay Kumar vom GRASP Laboratory der Universität von Pennsylvania, USA, geht einen ganz anderen Weg, um auch sperrige Güter, die wesentlich größer sind als die Drone selbst, zu transportieren und sicher am Bestimmungsort abzusetzen(2). An langen Seilen hängt die Ladung vom Luftfahrzeug herab und mit einem aus Geschwindigkeit und Flugbahn kontrollierten Schwung, wird sie genau dann am Absetzpunkt vom Transporthaken gelöst, wenn sie quasi schwerelos am Seil hängt. Diesen Trick haben Vijay Kumar und sein Team sich bei den Hubschrauberpiloten abgeschaut, die Weihnachtsbäume aus dem unzugänglichen Dickicht der Kanadischen Wälder auf die wartenden Lkw verladen.

Quadrocopter

Das halsbrecherische Manöver der Hubschrauberpiloten will Kumar von einem Quadrocopter ausführen lassen und auf diese Weise sogar die Fracht durch kleine Öffnungen (z.B. Fenster) auch ins Innere eines Gebäudes einschwingen. Ist die Flughöhe der Drone, z.B. durch Deckenhöhen oder Radaraufklärung beschränkt, können Lasten mit Hilfe der Schwungtechnik hinter Bodenhindernissen oder auf höher gelegenen Ebenen abgesetzt werden.

Quellen & Verweise

(1)spectrum.ieee.org/…/amazon-prime-air-package-drone-delivery
(2)kumarrobotics.org/

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