Roboter-Oktopus schwimmt im Meer

Tintenfische und ihre Schwimmbewegungen waren Vorbild für die Entwicklung eines achtarmigen Roboters, der in der Lage ist, verschiedene Schwimmbewegungen im Wasser zu vollziehen.

An Land und im Wasser liefert die Natur viele Vorbilder für innovative Roboterkonstruktionen. So sind Tintenfische zu Bewegungen in der Lage, die nur durch ihre sehr feinmotorische Kontrolle und des nahezu völligen Fehlens von Knochen möglich sind. Für autonom unter Wasser schwimmende Roboter erzeugen die synchronen Bewegungen der acht Tentakel eines Tintenfischs eine gleichmäßige Fortbewegung. Ähnlich einem Ruder-Achter schlagen die flexiblen Arme im Takt und treiben die Maschine unter Wasser an (1). Zusätzlich zu den Schwimmbewegungen des Ruder-Achters, beherrscht der künstliche Tintenfisch auch das Laufen über den Meeresgrund und kann Dinge während der Fortbewegung transportieren.

Nach ihren grundlegenden Arbeiten zur Bewegung des achtarmigen Roboters gingen Michael Sfakiotakis, Asimina Kazakidi, Nikolaos Pateromichelakis, und Dimitris P. Tsakiris  mit ihrem Oktopus in die Ägäis und ließen ihn dort schwimmen (2). Den Wissenschaftlern des FORTH (Foundation for Research and Technology Hellas) auf Kreta gelang der Bau eines Roboters, der selbst von der Fauna der mediterranen Unterwasserwelt akzeptiert wurde.  Neugierig begleiten Fische die ersten Schwimmversuche im flachen Wasser.

Nützliche Helfer unter Wasser

Hier sieht das Team um Dinitris Tsakiris die zukünftigen Anwendungsmöglichkeiten des Roboter-Oktopus. Als autonom und natürlich operierender Beobachter kann die Maschine Daten sammeln oder auch kleinere Lasten in die Tiefe transportieren, ohne dabei die Lebensbedingungen der Tiere unter Wasser zu stören.

Etwas weniger entspannt dürften das allerdings die Arten sehen, die auf der Speisekarte echter Tintenfische stehen.

Quellen und Verweise

(1) spectrum.ieee.org/…/robot-octopus-shows-off-new-sculls
(2) spectrum.ieee.org/…/robot-octopus-takes-to-the-sea

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