Pupetcopter: Fliegende Marionette Maurice

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In einem gemeinsamen Projekt haben die ETH Zürich und die Züricher Dependance von Disney Research Labs die Marionette Maurice erschaffen. Im Rahmen eines Focus-Projects konnten Studenten der ETH ihre theoretischen Kenntnisse in die Praxis überführen und mit Maurice ein funktionsfähiges Produkt herstellen: eine Marionette, deren Fäden von fliegenden Drohnen angesteuert werden. Doch was ist der Sinn?
Disney entwickelt die Attraktionen in seinen Themen- und Freizeitparks permanent weiter und so wurde die Idee geboren, überlebensgroße Marionetten durch das Publikum laufen zu lassen. Jack, der Held aus „Nightmare before Christmas“, könnte sich z.B. als meterhoher Tänzer zur live eingespielten Musik vor, über und im Publikum bewegen.

Mit Maurice wurde in Zürich ein Marionetten-Prototyp entwickelt, der von einem Hexacopter getragen und gesteuert wird. Die Fäden der Puppe sind mit der Hebelmechanik verbunden, die sich auf einer unterhalb des Copters angebrachten Plattform befindet. Servomotoren lassen Maurice winken, laufen und fliegen und er kann dabei auch noch in verschiedenen Farben leuchten. Sämtliche Bauteile von Maurice entstammen dem 3D-Drucker. Disney hat Maurice inzwischen zum Patent angemeldet und und kann sich durchaus das Handling von Monsterpuppen vorstellen.

robonews - maurice skizze

Neben dem reinen Wirkens des Show-Effekts machen sich Maurice’s Schöpfer auch Gedanken über die Sicherheit der zukünftigen Werbeträger. So sollen in der hochskalierten Variante möglichst leichte Konstruktionen aus weichen Materialien verwendet werden, die trotzdem steif genug sind, der Figur Konturen zu verleihen. Und auch die Copter sollen bei eventuellen Abstürzen das Publikum nicht gefährden und daher klein und leicht ausfallen. Es bleibt also spannend, welche Riesenfiguren im Disney-Themenpark das Publikum zukünftig begrüßen wird.

Quellen und Verweise:

http://spectrum.ieee.org/automaton/robotics/aerial-robots/disney-research-patents-eth-zurichs-puppetcopter

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