Roboter mit künstlicher Intelligenz servieren Eisbecher!

Roboter arbeiten in der modernen Produktionswelt unermüdlich und präzise an den immer gleichen Aufgaben. Die Handhabungswerkzeuge sind für die jeweilige Arbeitsaufgabe zumeist speziell angepasst und die Steuerungsprogramme sorgen für effiziente Bewegungsabläufe. Eine neue Art von Robotern sind mit künstlicher Intelligenz ausgestattet, sie können Befehle interpretieren und umsetzen.

Eine Tasse heisses Wasser

Haben Sie schon einmal bei einem Roboter einen Kaffee, Rührei oder ein Eis bestellt? Um eine Tasse heißes Wasser zu bekommen, haben wir Menschen eine Vielfalt an Formulierungen parat: „setz mal eine Tasse Wasser auf.“, „koche eine Tasse Wasser.“, „eine Tasse gekochtes Wasser.“ etc. Dies sind für eine Maschine völlig unterschiedliche Arbeitsanweisungen, die alle zu einer Tasse heißen Wassers führen sollen. Hinzu kommt, dass in einer realen Umgebung wie einer Küche sich die Arbeitssituation permanent verändert. Der Roboter muss also mitdenken.

Künstliche Intelligenz

Ashutosh Saxena von der Cornell University in Stanford, Californien, USA, beschäftigt sich mit der künstlichen Intelligenz von Robotern. Sein Humanoid PR2 ist mit einer 3D-Kamera und einer Spracherkennungs-Software ausgerüstet. Damit kann er die Umgebung erfassen und die mündlich an ihn gerichteten Wünsche interpretieren. Nachfolgend plant er selbstständig die zur Erfüllung der Aufgabe notwendigen Schritte und führt sie aus.

Machine learning mit assoziativer Verknüpfung

Saxena und seine Kollegen haben ihren PR2 mit der Methode des „machine learnings“ trainiert. Durch den permanenten Abgleich der eingegeben Befehle mit einem Wahrscheinlichkeitsmuster kann PR2 Aufgabe und Umsetzungsstrategie assoziativ verknüpfen. Dabei sind einzelne und durchaus komplexe Abläufe in der Programmstruktur hinterlegt und werden logisch miteinander verknüpft. So werden aus dem Unterbefehl „Wasser in den Topf füllen.“ Routinen, bei denen die Objekte „Topf“ und „Wasserhahn“ mit „füllen“ in Beziehung gebracht werden.
Um den Wortschatz des Roboters zu erhöhen und ihm alle möglichen Varianten an Befehlssätzen beizubringen, plant Saxena ein crowdsourcing-Projekt. So sollte auch „Ne Tasse heißes Wasser, aber flott!“ zum gewünschten Ergebnis führen.

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