Crowdsourcing in der Robotik

Kräftige und extrem bewegliche Arme mit Greifern, 3D-Scan der Umgebung und viele andere Hardware-Merkmale helfen nicht über einen entscheidenden Mangel von Robotern hinweg: sie verstehen uns nicht! Forscher haben versucht, anhand einer Schildkrötenform den Roboter die Vielfältigkeit lernen zu lassen.

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Legen wir einem Roboter einen Haufen Bausteine hin und sagen zu ihm “Bau mir eine Schildkröte!“, wird die Spracherkennung die Syntax sicher korrekt analysieren, den Sinn jedoch kaum verstehen. Was er mit all seinen Achsen konkret tun soll, kann der Roboter nicht aus diesem Satz heraushören. Wie sollen wir Menschen einem Roboter unser Verständnis von einer Schildkröte und die Art und Weise sie aus Bausteinen zusammenzubauen nahe bringen? Bestenfalls ein paar wenige Exemplare könnten man im Programm hinterlegen und die spult er dann ab. Crowdsourcing in der Robotik weiterlesen

Geschäftslokal mit Telepräsenz

Hersteller Suitable Technologies hat im kalifornischen Pal Alto den “beam store” eröffnet. Dort trifft man ganz natürlich auf Mitarbeiter die auf der ganzen Welt verteilt sind und kann sich ein Bild davon machen, wie z.B. Verkaufsgespräche aussehen können, wenn mehrere Kundenberater gleichzeitig über weite Distanzen verteilt, daran teilnehmen.
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Überlandleitungen betanken Drohnen während ihrer Botenflüge

Drohnen können unterwegs auf Überlandleitungen während einer Pause aus der Energie der elektromagnetischen Felder die Akkus laden. Diese Idee verfolgen Joseph Moore, Rick Cory und Russ Tedrake vom MIT in Boston, USA, versuchen dabei, den kleinen Flieger aber relativ dicht an die Leitungen heranzusteuern, oder gar direkt auf ihr sitzen zu lassen.

Selbstständig navigierende Drohnen zum Verteilen von Waren einzusetzen ist eine nicht ganz neue Idee. (1)

In Form kleiner Quadrokopter oder Flächenflieger haben sie aber nach wie vor eine geringe Reichweite, bzw. Flugdauer. Spätestens nach 20 Minuten geht den fliegenden Boten der Saft aus.

Energiezufuhr für Drohnen

Ausprobiert wurde bislang schon die drahtlose Energiezufuhr während des Fluges, sowie die Bestrahlung der an einer Drohne befindlichen Solarzelle mit einem am Boden stationierten Laser. Diese Ansätze technisch und wirtschaftlich noch in den Kinderschuhen. (2) (3)

Joseph Moore, Rick Cory und Russ Tedrake vom MIT in Boston, USA, bieten den Drohnen unterwegs die Möglichkeit zum Nachladen an. Warum nicht in der Nähe einer Überlandleitung eine Pause einlegen und aus der Energie der elektromagnetischen Felder die Akkus laden? Dazu muss der kleine Flieger aber relativ dicht an die Leitungen heran, oder gar direkt auf ihr sitzen. Ein Landemanöver, das für schwebende Quatrokopter anspruchsvoll wäre, für Flächenflieger aber nahezu unmöglich. Der vollständige Strömungsabriss – stall genannt und der Alptraum eines jeden Piloten – ist für Moore und seine Kollegen der Weg zur Lösung des Problems. Zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle gezielt herbeigeführt, ermöglicht er selbst Flächenfliegern eine Punktlandung. Beispiele für diese Landetechnik geben Drachenflieger und Vögel; sie benötigen bei der Landung keine Rollschuhe sondern kommen stehend auf dem Boden auf.
Die Forscher des Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory begannen nun gezielt die stall-Landung auf gespannten Leinen zu üben. Sie halten es für möglich, zukünftig Boten-Drohnen neben ihre gefiederten Vorbilder auf die Hochspannungsleitungen zu setzen.
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Quellen und Verweise:

(1) https://www.robonews.de…/dronen-schwingen-ihre-ladung-ins-ziel/
(2)
http://spectrum.ieee.org…/quadrotors-turned-into-flying-wireless-battery-chargers
(3)
http://spectrum.ieee.org/…uav-flies-on-laser-light
(4)
http://spectrum.ieee.org/…perching-robot-glider-nails-simulated-powerline-landings
(5)
http://groups.csail.mit.edu/robotics-center/…/Moore14a.pdf

Roboterschwarm im MoMath

Besucher des New Yorker Museums für Mathematik können seit Dezember 2014 einen ganzen Schwarm an selbstständig agierenden Robotern nicht nur ansehen, sondern auch direkt mit ihnen in Interaktion treten.
Das MoMath bezeichnet sich selbst als „das coolste, was jemals mit Mathe angestellt wurde“ und führt den Besucher auf einen gläsernen Fußboden, der ihm die Sicht auf das Gewimmel von bunt leuchtenden, kleinen Kerlchen freigibt.
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Pupetcopter: Fliegende Marionette Maurice

Quelle: (1)
In einem gemeinsamen Projekt haben die ETH Zürich und die Züricher Dependance von Disney Research Labs die Marionette Maurice erschaffen. Im Rahmen eines Focus-Projects konnten Studenten der ETH ihre theoretischen Kenntnisse in die Praxis überführen und mit Maurice ein funktionsfähiges Produkt herstellen: eine Marionette, deren Fäden von fliegenden Drohnen angesteuert werden. Doch was ist der Sinn?
Disney entwickelt die Attraktionen in seinen Themen- und Freizeitparks permanent weiter und so wurde die Idee geboren, überlebensgroße Marionetten durch das Publikum laufen zu lassen. Jack, der Held aus „Nightmare before Christmas“, könnte sich z.B. als meterhoher Tänzer zur live eingespielten Musik vor, über und im Publikum bewegen.

Mit Maurice wurde in Zürich ein Marionetten-Prototyp entwickelt, der von einem Hexacopter getragen und gesteuert wird. Die Fäden der Puppe sind mit der Hebelmechanik verbunden, die sich auf einer unterhalb des Copters angebrachten Plattform befindet. Servomotoren lassen Maurice winken, laufen und fliegen und er kann dabei auch noch in verschiedenen Farben leuchten. Sämtliche Bauteile von Maurice entstammen dem 3D-Drucker. Disney hat Maurice inzwischen zum Patent angemeldet und und kann sich durchaus das Handling von Monsterpuppen vorstellen.

robonews - maurice skizze

Neben dem reinen Wirkens des Show-Effekts machen sich Maurice’s Schöpfer auch Gedanken über die Sicherheit der zukünftigen Werbeträger. So sollen in der hochskalierten Variante möglichst leichte Konstruktionen aus weichen Materialien verwendet werden, die trotzdem steif genug sind, der Figur Konturen zu verleihen. Und auch die Copter sollen bei eventuellen Abstürzen das Publikum nicht gefährden und daher klein und leicht ausfallen. Es bleibt also spannend, welche Riesenfiguren im Disney-Themenpark das Publikum zukünftig begrüßen wird.

Quellen und Verweise:

http://spectrum.ieee.org/automaton/robotics/aerial-robots/disney-research-patents-eth-zurichs-puppetcopter

Telemba – der preiswerteste Telepresence-Roboter der Welt

Da sein, obwohl man nicht da ist, an verschiedenen Orten gleichzeitig Präsenz zeigen und mit dem Gegenüber real kommunizieren? Telepräsenz ist das Lösungswort zu diesem Rätsel.

Quelle: (1)

Direkt gesteuert von an fernen Orten weilenden Menschen, sind Maschinen in der Lage zu sehen, zu hören, zu sprechen, sich zu bewegen und sogar Handlungen auszuführen. Telepräsenzroboter vertreten den Menschen dort, wo er aufgrund von Gefahren nicht sein möchte oder wo er z.B. sich schnell im internationalen Business bewegen muss; sozusagen die Videokonferenz mit „Beinfreiheit“. Das hat natürlich seinen Preis, so dass der Einsatz der elektronischen Stellvertreter im privaten Umfeld bislang kaum vorstellbar scheint.
Das Team um Ryosuke “Ron” Tajima und Kei Okada von der University of Tokyo haben mit dem Projekt Telemba die Tür zu einer neuen Spielwiese für die Telepräsenz aufgestoßen. Bei einem Einstiegspreis von 150 $ können Sie mit Hilfe des Geräts an Partys teilnehmen, obwohl Sie zu Hause krank im Bett liegen. Oder auch ohne physischen Aufwand durch die Regale in Geschäften stöbern, die um die Ecke liegen. Telemba ist ein Bausatz, besser gesagt ein Interface, dass zwei Dinge miteinander kombiniert, die ehrlicherweise nicht in den 150 $ enthalten sind: ein Android-Tablet und ein selbstfahrender Staubsauger vom Typ Roomba.

Montage

robonews - telemba 2

Quelle: (2) (3)

Die Montage ist recht simpel: der Roomba wird mit einem Kabel an das Tablet angeschlossen. Google hangout für die Verarbeitung der Videodaten und eine webbasierte App zur Fernsteuerung des kleinen Robots, z.B. von einem Smartphone, komplettieren das System. Vielleicht haben Sie ja noch ein altes Android-Gerät herumliegen und ein Roomba fängt mehr Staub als er aufsaugt? Dann können Sie das Telemba-Projekt bei Kickstarter unterstützen. (4)

Quellen und Verweise:

(1) https://www.kickstarter.com…/telemba…
(2) https://www.kickstarter.com…/telemba…
(3) http://www.irobot.com/
(4) http://spectrum.ieee.org…/…telepresence-robot

OSHbot, der elektronische Einkaufsberater

Quelle: Fellow Robots

Ein Serviceroboter hilft in den Filialien der Orchard Supply Hardware Stores dem Kunden, schnell zu dem gesuchten Produkt zu gelangen.

Wer kennt das nicht: Man steht wegen einer Kleinigkeit im Baumarkt und findet keinen Mitarbeiter, der in sekundenschnelle helfen könnte. Der Einbau der neuen Lampe zu Hause geht schneller als ihr Auffinden in den endlos scheinenden Regalreihen. OSHbot, der elektronische Einkaufsberater weiterlesen

GoCart: Elektronischer Helfer bei der Essensausgabe

Foto: Yujin Robot

Eine neue Art von Robotern – entwickelt in Taiwan – kann in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern bei der Essensausgabe und Versorgung in der Gruppe aber auch allein seinen vorgegebenen Aufgaben nachkommen.

Die demographischen Zahlen bestätigen es: in den Industrieländern werden die Menschen immer älter, die Zahlen der Geburten sind rückläufig. Die Versorgung und Betreuung der alten Menschen stellt die Verantwortlichen vor immer mehr Probleme: Ausgebildetes Pflegepersonal ist jetzt schon rar, ausgelastet mit vielen pflegerischen Aufgaben, muss es zusätzlich jeden Tag die Essensversorung der Anvertrauten koordinieren und abwickeln. GoCart: Elektronischer Helfer bei der Essensausgabe weiterlesen