Flauschiger Rover zählt freilebende Königspinguine

Quelle: Nature Methods

Es ist gelungen, die Untersuchung frei lebender Pinguine in ihrem Rudel mit einem pinguinähnlichen Roboter sehr viel effektiver und stressfreier für die Tiere zu gestalten.

Sind frei lebende Wildtiere sich durch individuellen Zeichnungen auf Flossen, Haut, Gefieder oder Fell gut voneinander unterscheidbar, lässt sich das Verhalten Einzelner innerhalb einer Gruppe gut beobachten. Für das menschliche Auge scheint ein Pinguin in seinem schwarz-weißen Federkleid dem anderen zu gleichen. Einblicke in ihr Privatleben sind nur dann möglich, wenn sie für wissenschaftliche Studien vom Menschen mit bunten Bändern mit aufgedruckten Kennzahlen markiert werden. Um das beobachtete Verhalten den einzelnen Tieren zuordnen zu können, werden die Königspinguine regelmäßig eingefangen und die Marken abgelesen. Das Auftauchen des Menschen in der Kolonie versetzt die Tiere aber in Angst und Aufruhr, ein ungestörtes Verhalten kann dann nicht beobachtet werden.

Pinguin-Rover ermittelt Daten

Yvon Le Maho und seine Gruppe am Institut Pluridisciplinaire Hubert Curien in Strasbourg, Frankreich, binden den Königspinguinen Passive Integrierte Transponder (PIT) an, die ein RFID-Lesegerät (Radio-Frequency Identification) auswerten kann. Ein ferngesteuerter, kleiner Rover stellt den kurzen Arbeitsabstand von ca. 60 cm her. Er ist ausgestattet mit mehreren RFID-Handgeräten, einer Kamera und einem GPS-Empfänger. Dabei konnten die Wissenschaftler beobachten, dass ledigleich 28 % der Tiere die Anwesenheit des Rovers als Bedrohung empfanden und das Gefährt teils attackierten, 47 % ignorierten den Rover und 28 % der Tiere interessierten sich neugierig für ihn.

Das Fahrzeug wurde daraufhin mit dem Modell eines Pinguinkükens getarnt und konnte so in die Kolonie hinein manövriert werden, ohne dass sich Unruhe ausbreitete. Das künstliche Küken wurde von seinen lebendigen Artgenossen und den Altvögeln gleichermaßen akzeptiert und sogar in die Kolonie integriert.

robonews - pingurobo2

Die Gruppe um Le Maho denkt über Robotersysteme nach, die sich autonom unter die Tiere mischen und dabei kontinuierlich Daten sammeln. Mit Hilfe von Solarstrom und Satellitenkommunikation könnte sich die Anwesenheit der Wissenschaftler vor Ort auf ein Minimum reduzieren.

Roboterin soll Menschen aus einstürzenden Neubauten retten

Planck-Forscher bringen „Athena“ bei, wie ein Mensch zu gehen – Tübingen, 24. Dezember 2014: Über einen holprigen Pfad zu gehen, eine Leuchte an der Decken zu wechseln oder über eine Mauer zu klettern, erscheint uns Menschen selbstverständlich – doch der Einsatz von Rettungs-Robotern bei Katastrophen scheitert an eben dieses Fertigkeiten. Mit „Athena“, benannt nach der griechischen Göttin der Weisheit, soll sich dies ändern. Tübinger Planck-Forscher wollen der zweibeinigen Roboterin beibringen, zu gehen, zu balancieren, sich in die Höhe zu recken, kurz: sich wie ein Mensch in unbekanntem und unwegsamem Terrain zu orientieren und zu bewegen. Roboterin soll Menschen aus einstürzenden Neubauten retten weiterlesen

Robot Justin: hilfreich im Weltraum und im Haushalt

Was haben der Weltraum und ein Haushalt gemeinsam? Ganz klar: Für beide Umgebungen wurde der Roboter Justin gemacht. So kommt es, dass dieser Humanoid sowohl Kaffee kochen, als auch Bälle fangen und Satelliten reparieren kann. Doch woher kommt die eigenartige Kombination der beiden Wirkungsbereiche? Robot Justin: hilfreich im Weltraum und im Haushalt weiterlesen

Raupenroboter – die kleinen Helfer bei der Rohrinspektion

An der Natur orientiert sich der Mensch schon lange, gerade wenn es um Innovationen in der Technik geht. Die Formen und Verhaltensweisen von bestimmten Tieren versucht man nachzuahmen, um beispielsweise besonders effiziente Wege der Fortbewegung zu entwickeln. So haben auch die Raupenroboter ein Vorbild in der Natur: die Raupe. Doch die kriechenden Roboter sind nicht nimmersatt, wie mal vielleicht vermuten würde, sondern kopieren hauptsächlich die Fortbewegungsart der Raupe. Raupenroboter – die kleinen Helfer bei der Rohrinspektion weiterlesen

Der KUKA youBot als dein experimenteller Spielplatz

Ein mobiler und kleiner Helfer im Alltag ist immer gern gesehen. Als solcher stellt sich der KUKA youBot von KUKA Laboratories heraus, der gerade bei Nachwuchs-Robotikern sehr beliebt ist. Denn eine mobile Plattform und der frei programmierbare Roboterarm sowie –Greifer bieten viel Raum für Experimentierlustige. Ein mobiler und offener Manipulator, der sich sogar durch ein Smartphone steuern lässt. Der KUKA youBot als dein experimenteller Spielplatz weiterlesen

Humanoider Roboter von der DLR

Ein Roboter nach menschlichem Vorbild nimmt Form an

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) arbeitet bereits seit fünf Jahren an einem Roboter, der den Menschen als Vorbild hat. Und dies gilt nicht nur für sein Aussehen. Auch seine Bewegungen und Wahrnehmungen sollen den unseren so nah wie nur möglich kommen. Und so setzt die DLR einen Fuß vor den nächsten und entwickelt ihren humanoiden Roboter TORO Schritt für Schritt weiter. Humanoider Roboter von der DLR weiterlesen

Roboter als vermenschlichte Objekte

Viele Spielzeugroboter sollen Tiere darstellen und Emotionen wecken. Die Entstehung von Gefühlen wie Mitleid oder Zuneigung ist durch die Spielzeugdesigner gewollt oder wird zumindest für den Verkauf von Unterhaltungsgegenständen in Kauf genommen. Das Zusammenspiel von menschlicher Ethik und maschinellen Aktionen wird seit Längerem von verschiedenen Wissenschaftlern erforscht, da es auch bei solchen Robotern Anwendung findet, die nicht der sozialen Unterhaltung dienen. Roboter als vermenschlichte Objekte weiterlesen

Roboter PR2 kann jetzt Gegenstände vom Fließband aufheben

Das letzte Mal, als wir über den Roboter PR2 berichteten, massierte er gerade Menschen den Rücken und wedelte ihnen Luft zu. Neben diesen doch etwas einfachen Verrichtungen konnten wir aber auch sehen, wie der PR2 Bauklötze aufeinanderstapelt. Zwar nicht sonderlich schnell, aber der Roboter zeigt sich geschickt. Diese komplexe Fähigkeit wird nun noch weiter ausgebaut. Mehr noch: Der Roboter wird richtig schnell – für seine Verhältnisse jedenfalls! Roboter PR2 kann jetzt Gegenstände vom Fließband aufheben weiterlesen

Roboterschildkröte bewegt sich mit Flossen

Ähnlich der Meeresschildkröten-Babies schiebt sich “Flipperbot” mit seinen Flossen durch den Sand. Er ist ein aktuelles Forschungsprojekt des Georgia Institute of Technology und soll Biologen helfen, herauszufinden, wie genau sich Tiere durch den Sand bewegen. Gleichzeitig können Robotiker anhand von Flipperbot nach der optimalen Art, sich über körnige Oberflächen zu bewegen, suchen. Roboterschildkröte bewegt sich mit Flossen weiterlesen

Neue Roboter-Libelle in Deutschland gesichtet

Der deutsche Hersteller für Automatisierungstechnik Festo hat mit dem BionicOpter eine künstliche Libelle entwickelt, die sich zahlreiche aerodynamische Merkmale des natürlichen Vorbilds zunutze macht. Sobald der leichtgewichtige BionicOpter in der Luft ist, schwebt er zum Beispiel problemlos in einer festen Position. Auch die Flugrichtung kann beliebig verändert werden. Wie eine echte Libelle beherrscht er sogar den Segelflug. Neue Roboter-Libelle in Deutschland gesichtet weiterlesen